Postmoorer Gewerbebetriebe
- zweites Standbein der Anbauern -

 

Püttjer Meyer

Dieser Name hat einen ganz realen Hintergrund. Friedhelm Höfts Urgroßvater mütterlicherseits, Hermann Johann Jürgen Meyer, der die jetzige Hofstelle, Postmoor 12, 1879 übernahm, war von Beruf Töpfermeister. Er war mit seiner Frau aus Horneburg zugezogen, wo er dieses Handwerk bei Meister Nibbe erlernt hatte; 1852 bestand er seine Gesellenprüfung. In Postmoor hat er diesen Beruf neben der Betreibung der Anbauerstelle ausgeübt.

Von der ehemaligen Diele aus gesehen, befand sich hinter der Küche zur Hofseite die Püttjerei mit Ofen und in der Wand eingelassenen Borden zum Trocknen der Töpfersachen. Friedhelm Höft mußte bei der Modernisierung seines Hauses viele Mühe aufwenden, um die vielschichtige Wand zur Stirnseite hin, wo der Ofen gestanden hatte, abzutragen. Nachfolger Hermann Meyer hat dieses Handwerk nicht mehr ausgeübt. Neben der Landwirtschaft hat er Fuhrgeschäfte mit seinem Pferdegespann ausgeführt. Hermann Meyer war vom 29. Mai 1934 bis 07. Mai 1958, mithin 24 Jahre Bullenbruchsvorsteher. Ein Amt, das er mit voller Hingabe und großer Umsicht ausgefüllt hat.

(Lehrbrief des späteren Töpfermeisters Johann Jürgen „Püttjer“ Meyer aus dem Jahre 1859)

 


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